Was ist Schmerz?

Schmerzen verstehen

Laut WHO leiden 70 % der Bevölkerung unter chronischen oder vorübergehenden Schmerzen.

Nicht nur körperliche Auslöser verursachen schmerzen, auch die Psyche hat einen großen Einfluss.

Leidet man aufgrund von körperlichen Erkrankungen unter Schmerzen können diese mit der Zeit auch auf die Psyche überschlagen. Man fühlt sich schnell erschöpft, müde, schlapp und lustlos.

Aber auch psychischer Stress, anhaltende mentale Belastungen verursachen Schmerzen. Besonders bei Stress reagiert der Körper mit Anspannung, welche sich relativ schnell in Form von Verspannungen, Muskelverhärtungen, Kopfschmerzen oder Migräne zeigt.

Oft sind Menschen, die unter enormen emotionalen Stress stehen und allgemein sensibler sind, auch sensibler gegenüber Schmerzreizen, als Menschen die mental robust und stressresistent sind.

Dennoch ist Schmerz ein rein subjektiv empfundenes Gefühl, dass jeder vollkommen anders wahrnimmt. Auch sind noch nicht alle Hintergründe zum Schmerzempfinden und der Schmerzverarbeitung eindeutig geklärt.

Fakt ist jedoch, dass man die Art und Weise wie man Schmerzen wahrnimmt verändern kann. Auch hier spielt die Psyche eine große Rolle.

So kann durch das Arbeiten auf der unbewussten Ebene, wie in der Lichtwiesen-hypnose und der tranceVital-Schmerztherapie, das Schmerzempfinden mitunter zeitweise vollständig ausgeschaltet werden und auch die Empfindsamkeit von Schmerz dauerhaft gesenkt werden.

Die Schulmedizin nutzt diese Möglichkeit bereits sogar bei Operationen, wo statt der herkömmlichen Anästhesie Hypnose zur Sedierung verwendet wird. Die Folge: Patienten sind nach einer Hypnose-Sedierung nach der OP oft deutlich schneller fit.

Um Schmerzen dauerhaft zu bewältigen muss man verstehen woher er kommt und welcher Sinn dahinter steckt. Dazu muss man auf allen Ebenen von Körper und Psyche arbeiten. Doch nicht jeder Schmerz kann dauerhaft vollständig bewältigt werden, denn einige Erkrankungen des Nerven, Muskel- oder Skelettsystems sind leider nicht heilbar. Man kann jedoch lernen deutlich besser mit einer Erkrankung und den Schmerzen umzugehen.

Im weiteren Verlauf finden Sie einige Informationen zum Thema Schmerz. Alternativ gelangen Sie >hier< zu unserer Schmerztherapie.

 

Was ist Schmerz?

Schmerz ist ein Symptom, ein Warnsignal des Körpers, dass etwas im Körper nicht in Ordnung ist – beispielsweise durch eine Schädigung, Blockade, Erkrankung von Gewebe.

Akute Schmerzen

Akute Schmerzen sind schnell und plötzlich einsetzende Schmerzen, die zum Beispiel durch einen Unfall, eine Verletzung oder Schädigung von Gewebe- u. Organstrukturen (z.B. Prellungen, Brüche, Zahnschmerzen, Durchblutungsstörungen) ausgelöst werden oder durch einen akuten plötzlichen Krankheitsbeginn (z.B. Grippe, Koliken, Organdysfunktionen.) hervorgerufen werden. Akute Schmerzen fühlen sich meist stechend, bohrend oder scharf an und können lokal gut eingegrenzt werden.

Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen, sind Schmerzen die dauerhaft wahrgenommen werden oder in geringen Abständen immer wiederkehren. Der chronische Schmerz ist ein Hinweis, dass noch Schädigungen, Blockaden (z.B. nach Bandscheibenvorfall), Dysbalancen, Fehlstellungen durch Schonhaltungen oder ungünstige Arbeitshaltungen bestehen, weil der Auslöser nicht richtig auskuriert wurde.

Je nach Ursache können chronische Schmerzen zwar eingegrenzt, oft jedoch nicht ganz genau zugeordnet werden. Sie fühlen sich meist eher stumpf und flächig an.

psychogene/psychosomatische Schmerz

Auch Verletzungen seelischer Art können als Schmerz wahrgenommen werden, so können bei dieser Schmerzform keine körperlichen Auslöser gefunden werden. Auslöser können hier sein: Verlust, Trauer, belastende Erlebnisse, Ängste, Depressionen, Traumata, usw. Hier ist der Schmerz nicht nur Ventil der Emotionen, sondern auch ein Warnsignal, um auf den unbearbeiteten seelischen Nöten aufmerksam zu machen.

Auch innere Konflikte und Stress können chronische Schmerzen verursachen. Da sich die innere Anspannung durch Belastungen im Alltag, Beruf oder Freizeit automatisch auch auf den Körper (Muskeln, Organe, Gelenke) überträgt.

In diesem Fall wird der Schmerz als chronischer Schmerz wahrgenommen, bei dem augenscheinlich ein körperlicher Auslöser vorliegt. Besonders psychogene/psychosomatische Schmerzen können auch an verschiedenen Stellen (Muskulatur, Gelenke, Organe) abwechselnd auftreten bzw. „wandern“.

Phantomschmerzen

Phantomschmerzen werden in einem nicht mehr vorhandenen Körperteil wahrgenommen, meist bei Amputationen.

Die Ursache dieser Schmerzart ist noch nicht gänzlich bekannt. Es wird unter anderem vermutet, dass eine fehlerhafte Nervenregeneration, eine Dysfunktion auf spinaler Ebene (Störung der Reizleitung in das zentrale Nervensystem-ZNS- und zurück) oder eine Veränderung direkt auf im ZNS.Es handelt sich hierbei größtenteils um akute Schmerzattacken, weniger um dauerhafte Schmerzen. Der nicht mehr vorhandene Körperteil wird oft noch als vorhanden wahrgenommen

Der Weg des Schmerzes

Schmerzrezeptoren(Nozizeptoren) nehmen als spezielle sensible Nervenfasern einen Reiz auf und leiten diesen weiter zu den sensiblen Nervenzellen im Gehirn, dem zentralen Nervensystem, wo er im limbischen System bewertet und verarbeitet wird. Je nach Intensität werden er entweder als unwichtig oder wichtig zurück zu den sensiblen Nervenfasern des Ursprungsortes geleitet um dort bewusst wahrgenommen zu werden. Auf Grund der sehr schnellen Nervenleitgeschwindigkeit von 120 m/Sek. wird blitzschnell signalisiert, dass etwas nicht in Ordnung ist. Bei dem akuten und dem chronischen Schmerz wird dem Bewusstsein mitgeteilt, dass eine Verletzung bzw. Erkrankung vorliegt.

Die Aktivierbarkeit und Sensibilisierung der rezeptorischen Nervenfasern, ist ausschlaggegeben für unsere Schmerzschwelle, also wie ein Schmerz wahrgenommen wird. Dies wird durch Stoffe, so genannte Schmerzmediatoren (Schmerzvermittler) wie u.a. ProstaglandineBradykinineSerotonin gesteuert.

Eine erhöhte Konzentration dieser Schmerzmediatoren erhöht die Erregbarkeit der Nervenfasern und macht sie somit sensibler gegenüber Reizen. Auch Sauerstoffmangel im Gewebe (z.B. durch Infarkt), das Absinken des pH-Wertes oder eine Änderung der Elektrolytkonzentration im Blut führen zu einer erhöhten Erregbarkeit. Eine deutlich erniedrigte Konzentration dieser Schmerzmediatoren führt eher dazu, dass ein Reiz kaum oder überhaupt nicht weitergeleitet wird.

Die Schmerzschwelle

Die Schmerzschwelle bezeichnet das Schmerzempfinden, also wie intensiv Schmerz wahrgenommen wird. Diese Schmerzschwelle ist nicht bei jedem Menschen gleich und ist auch bei einem einzelnen Menschen variabel. So kann durch eine Verschiebung der Schmerzschwelle ein und derselbe Schmerzreiz an einem Tag als sehr stark einem anderen Tag lediglich als störend empfunden werden. Die Art und Weise wie der Schmerz weitergeleitet und verarbeitet wurde bleibt jedoch die selbe. Die Höhe der Schmerzwelle ist abhängig von der Konzentration der Schmerzmediatoren

Das Schmerzgedächtnis

Das Schmerzgedächtnis dient zum einen dafür, schmerzhafte Erlebnisse zu speichern um dem Körper vor weiteren oder zukünftigen Schaden zu bewahren. Solche Schmerzerlebnisse können unter anderem von dem Anfassen einer heißen Herdplatte, das Verbrühen durch heiße Flüssigkeit über Schmerzhafte Bewegungen wie beispielsweise ein Schlag auf eine Platte oder das Tragen von zu hohem Gewicht, schmerzhafte Koliken oder Kopfschmerzen durch falsche Ernährung, bis hin zu emotionale Erlebnisse wie der Verlust eines geliebten Menschen durch Tod oder Trennung reichen.

In diesem Fall merkt sich das Gehirn die Schmerzintensität mit dem Erlebnis und speichert die tatsächliche Intensität des erlebten Schmerzes im Unterbewusstsein ab. Das Bewusstsein erhält nur die Informationen wie stark der erlebte Schmerz eingestuft wurde, und vergleicht diese Informationen mit allen neu dazukommenden Informationen, um bei einer gleichen oder ähnlichen Situation vorsichtiger zu handeln.

Negatives Schmerzgedächtnis durch veränderte Nervenzellen

Veränderungen in den Nervenzellen sind biochemisch nachweisbar und hinterlassen ihre Spuren im Aufbau der Zellen. Wenn die Nervenfasern der Schmerzrezeptoren immer wieder Schmerzsignale zur Weiterleitung gesendet bekommen, führt das zu einer Erhöhung der Konzentration der Schmerzmediatoren und die Nervenfasern werden dauerhaft sensibler für Reize gemacht. Die betroffene Nervenzelle verändert sich durch diese dauerhafte Übererregung. Es werden sozusagen alle Tore weit geöffnet und alles hineingelassen statt auszusortieren. Gleichzeitig sinkt die Schmerzschwelle, wodurch oft reicht bereits ein leichter, sensibler Reiz, wie z.B. eine Berührung, Wärme oder Dehnung ausreicht, um als Schmerzimpuls registriert und als unangenehm empfunden zu werden - ein negatives Schmerzgedächtnis entsteht und Schmerzen chronizifizieren sich. 

 

Leiden auch Sie unter Schmerzen, die Ihr Leben einschränken? Dann rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter. 

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